Das Meer entlang der Steilküste

Einerseits hat die Steilküste den Zugang vom Meer zum Land erschwert, doch andererseits hat sie die Bewohner vor feindlichen Angriffen geschützt. Für Fischerei und Seefahrt war die 17 km lange, gefährliche Küste ein Hindernis.

Wasser vereint, Berge trennen. Stevns Klint erschwerte den Zugang zum Meer und isolierte Stevns, bis im 19. Jh. südlich und nördlich der Steilküste Häfen gebaut wurden. Bis dahin spielte die Fischerei trotz der langen Küste kaum eine Rolle. Es war Schwerstarbeit, die Boote vor der Meeresbrandung zu schützen und den Fang über lange Leitern an Land zu bringen.

Oben auf der Steilküste konnte man sich hingegen zur Seeseite hin in Sicherheit wiegen. Kriege wurden auf See und nicht an Land ausgetragen. Ivar Huitfeld und Niels Juul waren dänische Seehelden, die bei Stevns Klint für das Vaterland kämpften.

Das Wasser vor der Steilküste war gefährlich. Schiffe, die vorbeifuhren oder mit Kalk, Kreide und Feuerstein beladen wurden, mussten stets mit einem unerwarteten Sturm von Osten rechnen, der starke Dünung verursachen und die Schiffe gegen das Kalkriff drücken konnte. 1818 wurde der Leuchtturm Stevns Fyr ganz oben auf der Steilküste errichtet, um die Schiffe bei Dunkelheit und schlechter Sicht zu warnen. Auch heute noch birgt das Gewässer Gefahren.