Die Kalklandschaft als Broterwerb

Rohstoffe in Stevns Klint. Weitere Infos

 

Häuser aus Kalk

Kalksteinhäuser sind in Dänemark eher eine Seltenheit, nicht aber auf der Halbinsel Stevns. Weitere Infos

 

Das Meer entlang der Steilküste

Eine lange, unzugängliche Küste. Weitere Infos

 

Die Kulturlandschaft

Die Steilküste bestimmt das Leben der Bewohner. Weitere Infos

Die Kulturgeschichte des Kalks

Das Leben an der Steilküste Stevns Klint: Der Sage nach beschützten die steile Küste und der „Küstenkönig“ die Bewohner von Stevns, doch machten die natürlichen Gegebenheiten es den Bewohnern schwer, an Land zu kommen oder Lasten anzulanden.

Die Lebensbedingungen von Stevns Klint im Laufe der Zeiten waren nicht immer einfach.

Der beschwerliche Zugang zum Meer macht eine Ansiedlung an der Küste nicht sonderlich attraktiv. Die Steilküste schränkte auch die Fischerei ein, während das Vorkommen der Rohstoffe Kalk, Kreide und Feuerstein wiederum zusätzliche Chancen bot.

Stevns Klint und die Sagengestalt des „Küstenkönigs“ beschützten die Bewohner, und die größten Kriegsschlachten von Stevns fanden auf See statt.

In prähistorischen Zeiten diente der Feuerstein der Steilküste zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen.

Im Mittelalter baute man Kirchen und Burgen aus dem Kalkstein und brannte Kalk zu Mörtel. Im 18. Jh. bauten Kleinbauern Feuerstein als Zündhilfe für das dänische Heer ab. Und Kreide wurde zu allen Zeiten abgebaut und in großen Mengen verschifft – daran hat sich auch heute nichts geändert. In den Dörfern stehen aus Kalkstein gebaute Häuser, und die Arbeit in den Steinbrüchen bildete zusammen mit Landwirtschaft, Seetransport und Fischerei den häufigsten Broterwerb an der Steilküste.

Die Erosion hat die Küste berühmt gemacht, denn hier am Rande steht die alte Kirche von Højerup, deren Chor 1928 ins Meer stürzte.