Stevns Klint

Wenn man sich die Steilküste Stevns Klint näher anschaut, erkennt man, dass sie aus mehreren Schichten aufgebaut ist. Jede Schicht hat ihre ganz eigene Geschichte. Weitere Infos

Relikte aus der Eiszeit

In der obersten Schicht von Stevns Klint sehen Sie Spuren der letzten Eiszeit, als große Gletscher wie gigantische Bulldozer das Land überrollten. Weitere Infos

Der harte Kalk

Der halte Kalk wird von den Skeletten kleiner Moostierchen gebildet, die in Kolonien lebten. Aus ihnen entstanden die Kalkbänke, die man in Stevns Klint sehen kann. Weitere Infos

Der Fischton

Die Erklärung für das Aussterben der Dinosaurier verbirgt sich in Stevns Klint in einer dünnen Tonschicht zwischen Kreide und Kalk – dem Fischton. Weitere Infos

Die weiche Kreide

Die weiche Kreide ganz unten in Stevns Klint besteht aus Milliarden mikroskopischer Kalkschalen von Algen, die vor Millionen von Jahren hier lebten, als Stevns von einem troischen Meer bedeckt war.

Die weiche Kreide bildet die unterste Schicht von Stevns Klint. Sie entstand vor 65 Mio. Jahren und besteht aus Milliarden winzig kleiner Kalkschalenfragmente von kleinen Algen, sogenannten Coccolithen. In der Kreide findet man auch Reste von Tieren, die damals im Meer und am Meeresboden lebten. Viele von ihnen sind ausgestorben, wie beispielsweise der Mosasaurier, ein großes fleischfressendes Meeresreptil.

Die Kreideschicht liegt unterirdisch und erstreckt sich unter ganz Dänemark, doch hier bei Stevns Klint kommt sie an die Oberfläche. Die Kreide ist ein Relikt des tropischen Meeres, das während der Kreidezeit vor 100 bis 65 Mio. Jahren weite Teile Nordeuropas bedeckte.

Damals lebten mikroskopisch kleine Algen in dem tropischen Meer, deren Schalenfragmente nach ihrem Tod langsam auf den Meeresboden sanken. Dieser Vorgang erstreckte sich über Millionen von Jahren, so dass sich schließlich die dicke Kreideschicht bildete, die wir heute sehen.

Bei Stevns Klint ist die Kreide etwa 900 m dick – wir sehen heute also nur die obersten Meter, einen Bruchteil davon.

Da Kreide sehr weich ist, wird die Steilküste durch Meer, Wind und Wetter erodiert und unterspült. Dadurch kommt es zu Abbrüchen des harten Kalks, der die oberste Schicht der Steilküste bildet und in großen Blöcken auf den Strand fällt. An vielen Stellen entlang der Küste sind die Kalksteinblöcke zu sehen.