Stevns Klint

Wenn man sich die Steilküste Stevns Klint näher anschaut, erkennt man, dass sie aus mehreren Schichten aufgebaut ist. Jede Schicht hat ihre ganz eigene Geschichte. Weitere Infos

Als Stevns von Meer bedeckt war

Vor 65,5 Mio. Jahren war Stevns von einem tiefen Meer bedeckt. Weitere Infos

Dann schlug ein Asteroid auf der Erde ein

Die Hälfte aller Tierarten starb aus, auch die Dinosaurier. Weitere Infos

 

 

Die Geologie des Kalks

Die Geschichte von Stevns Klint - ein 65,5 Mio. Jahre altes Drama

Haie und Meeresechsen schwammen einst in dem Meer umher, das Stevns Klint vor 65 Mio. Jahren bedeckte. Doch dann wurde die Erde von einem Asteroiden getroffen, der ein dramatisches Massensterben auslöste. 

Die Erdschichten der Steilküste Stevns Klint stammen vom Boden des tiefen Meeres, von dem vor mehr als 65,5 Mio. Jahren ganz Nordeuropa bedeckt war. In diesen Schichten kann man heute Reste der einst in diesem Meer lebenden Tiere finden: Meeresechsen und Haie, Tintenfische, Fische und winzige Algen. Zu jener Zeit wurde das Land von Dinosauriern und die Luft von Flugechsen bevölkert.

Doch dann kam es zu einer Katastrophe – ein Asteroid schlug auf der Erde ein und löschte über die Hälfte aller Tierarten aus, darunter auch die Dinosaurier.

Der Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 km und löste riesige Tsunamis und Erdbeben aus. Gleichzeitig wirbelte er Staub in die Atmosphäre, der sich wie eine Decke um die Erde legte. Die Sonnenstrahlen konnten diese Staubdecke nicht durchdringen, so dass die Pflanzen auf der Erde verwelkten und die Pflanzenfresser nicht mehr genug Nahrung fanden. Und damit war auch die Nahrungsgrundlage der Fleischfresser zerstört.

Vor dem Einschlag des Asteroiden waren bereits Vulkane in der Gegend des heutigen Indien ausgebrochen und hatten das Erdklima mit giftigen Gasen und Asche belastet. Diese Vulkanausbrüche und der anschließende Asteroideneinschlag ließen mehr als die Hälfte aller Tierarten aussterben.

Dass ein Asteroid auf der Erde einschlug, wissen wir durch den amerikanischen Geologen Walter Alvarez, der 1978 Spuren des Asteroiden in den dünnen, gräulichen Fischtonschichten von Stevns Klint nachweisen konnte.

Besuchen Sie Stevns Klint

Stevns Klint ist weltweit der Ort, an dem man diese Tonschicht am besten sehen kann – sie erzählt ein dramatisches Kapitel der Erdgeschichte und Stevns Klint ist aus diesem Grund Anwärter für die Aufnahme auf die UNESCO-Welterbe-Liste. Wenn Sie den Fischton sehen möchten, müssen Sie das Dorf Højerup bei Stevns Klint besuchen. Auch am Strand von Rødvig im südlichen Teil von Stevns Klint ist die Tonschicht erkennbar.

Bei Stevns Klint haben Sie auch gute Chancen, Fossilien der Tiere zu finden, die einst in dem Meer lebten, das Stevns vor mehr als 65,5 Mio. Jahren bedeckte. Die besten Fundstellen sind die Strände bei Højerup und Rødvig, aber auch im Holtug Kreidebruch und im Boesdal Kalksteinbruch lohnt sich die Suche. Hier finden Sie auch Versteinerungen aus der Zeit nach dem Asteroideneinschlag, die davon zeugen, dass sich das Leben auf der Erde trotz der Katastrophe wieder erholte.