Der Kalte Krieg

Die Gegensätze zwischen Ost und West kamen sich auf Stevns fast täglich gefährlich nahe. Weitere Infos
 

Militärdienst

Tausende dänische Frauen und Männer waren während des Kalten Krieges Tag für Tag in Kriegsbereitschaft, als Teil der militärischen oder zivilen Verteidigung. Weitere Infos
 

Die Verteidigung Dänemarks

Während des Kalten Krieges sahen sich die dänischen Streitkräfte mit einem gewaltigen Gegner in Gestalt des Warschauer Pakts konfrontiert. Weitere Infos
 

Die Bedrohung aus dem Osten

Die dänischen Streitkräfte sahen sich mit einer furchteinflößenden potentiellen Truppenkonzentration des Warschauer Pakts konfrontiert. Weitere Infos
 

Der Kalte Krieg auf Stevns

Die strategisch wichtige Lage von Stevns während des Kalten Krieges führte dazu, dass zahlreiche militärische Anlagen auf der Halbinsel errichtet wurden. Weitere Infos
 

Der Kalte Krieg war überall präsent

Ganz gleich, ob man im Gebiet der NATO oder im Gebiet des ehemaligen Warschauer Paktes oder sonst wo lebte – der Kalte Krieg beeinträchtigte alle, auch wenn der Krieg in Europa niemals ausbrach. Weitere Infos

Die Verteidigung von Stevns

Die Hauptschlacht um Dänemark hätte den NATO-Plänen zufolge in Norddeutschland stattfinden sollen. Ein Teil der Streitkräfte sollte jedoch Seeland vor einer Invasion aus dem Osten schützen. Damit wollte man Zeit gewinnen, bis die NATO zur Unterstützung kommen konnte.

Die Verteidigung von Stevns wäre im Kriegsfalle einer der ersten Schritte der NATO-Abwehr gewesen. Stevnsfort konnte mit seinen Geschützen und Seeminen die Durchfahrt für die Schiffe des Warschauer Paktes sperren, und hier hätte der Krieg leicht mit einer Truppeninvasion des Warschauer Paktes in der Faxe Bucht beginnen können.

Auch in diesem Punkt spielte Dänemark eine Rolle in der NATO-Gesamtplanung. Doch die Verteidigung von Seeland und den Inseln genoss nicht die höchste Priorität. Die NATO-Streitkräfte wurden an anderen Orten benötigt – nicht zuletzt in Deutschland.

Die dänischen Streitkräfte waren auf eine derartige Situation vorbereitet. Ein Teil des Heeres sollte daher im Süden Seelands gegen zahlenmäßig stark überlegene Invasionstruppen kämpfen. Der Feind sollte vor allem an der Landung gehindert werden, indem man die Landungsflotte mit Schiffen, Flugzeugen und Artillerie bekämpfte. Hätten die USA die Erlaubnis erteilt, wären vielleicht auch Atomwaffen zum Einsatz gekommen, die in norddeutschen Depots bereitstanden. Nach erfolgter Landung des Feindes würde sich das Heer langsam zurückziehen und das Vorrücken der gegnerischen Truppen mit Panzern und kleineren Einheiten sowie durch die Nutzung natürlicher Hindernisse, wie z. B. Flüssen, kontinuierlich verzögern.

Die schwachen dänischen Streitkräfte rechneten nicht damit, die Bodentruppen des Warschauer Paktes ohne Unterstützung zurückschlagen zu können. Stattdessen sollte Zeit gewonnen werden, damit die NATO Verstärkung nach Seeland schicken konnte. Doch erst in den 1980er Jahren sah die NATO Bodentruppen zur Verteidigung von Seeland vor. Wäre es vorher zu einem Krieg gekommen, wären Seeland und die Inseln vermutlich verloren gewesen.