Der Kalte Krieg

Die Gegensätze zwischen Ost und West kamen sich auf Stevns fast täglich gefährlich nahe. Weitere Infos
 

Militärdienst

Tausende dänische Frauen und Männer waren während des Kalten Krieges Tag für Tag in Kriegsbereitschaft, als Teil der militärischen oder zivilen Verteidigung. Weitere Infos
 

Die Verteidigung Dänemarks

Während des Kalten Krieges sahen sich die dänischen Streitkräfte mit einem gewaltigen Gegner in Gestalt des Warschauer Pakts konfrontiert. Weitere Infos
 

Die Verteidigung von Stevns

Die Hauptschlacht um Dänemark hätte den NATO-Plänen zufolge in Norddeutschland stattfinden sollen. Ein Teil der Streitkräfte sollte jedoch Seeland vor einer Invasion aus dem Osten schützen. Weitere Infos
 

Der Kalte Krieg auf Stevns

Die strategisch wichtige Lage von Stevns während des Kalten Krieges führte dazu, dass zahlreiche militärische Anlagen auf der Halbinsel errichtet wurden. Weitere Infos
 

Der Kalte Krieg war überall präsent

Ganz gleich, ob man im Gebiet der NATO oder im Gebiet des ehemaligen Warschauer Paktes oder sonst wo lebte – der Kalte Krieg beeinträchtigte alle, auch wenn der Krieg in Europa niemals ausbrach. Weitere Infos

Die Bedrohung aus dem Osten

Die dänischen Streitkräfte sahen sich mit einer furchteinflößenden potentiellen Truppenkonzentration des Warschauer Pakts konfrontiert. Mehr als 60.000 Soldaten aus Polen, Ostdeutschland und der Sowjetunion standen bereit für eine Landung in der Faxe Bucht.

Wollte man die Gefahr eines Landkriegs aus dem Osten erspähen, musste man von der Halbinsel Stevns aus auf das Meer schauen. Der Warschauer Pakt plante die Landung seiner 60.000 Soldaten, die im Falle eines Krieges Seeland besetzen sollten, von See und der Luft aus.

Stevnsfort konnte mit seinen Geschützen und Seeminen die Durchfahrt für Schiffe des Warschauer Paktes sperren. Um die Durchfahrt von der Ostsee zu sichern, plante der Warschauer Pakt einen Angriff auf Seeland und Lolland-Falster mit einer massiven Landung in der Faxe Bucht, die mit einem umfassenden Bombardement der Strände und von Stevnsfort eingeleitet werden sollte – ggf. unter Einsatz von Giftgas oder Atomwaffen. Anschließend sollten Landungsfahrzeuge, Flugzeuge und Hubschrauber eine riesige Streitmacht an die Strände und ins Hinterland bringen. Man rechnete damit, dass die Besetzung von ganz Südseeland und den Inseln nur zwei Tage dauern würde.

Diese Operation wurde von sowjetischen, polnischen und ostdeutschen Marinesoldaten immer wieder an den Stränden der DDR geübt – weniger als 100 km von Stevns entfernt. Die detaillierten Pläne für den Angriff waren geschrieben, und die Landungsfahrzeuge und die gesamte militärische Ausrüstung standen in polnischen und ostdeutschen Häfen bereit.